Also ich bin bei der E-Mobilität ja klein mit einem 50er Roller und max.60Km Reichweite angefangen. Dann bin ich auf einen 125er mit bis zu 100Km Reichweite umgestiegen. Der kleine brauchte 6h an der Steckdose und der Große jetzt 8h. Man muss mit so „begrenzter“ Mobilität schon ein wenig planen, aber das ist kein Hexenwerk.
Mit einem E-Auto schaut das dann schon ganz anders aus. Langstrecken konvertieren von Rasen wieder zu Reisen und man kommt weg vom Urlaubsanreisestress. Schon der Weg ist dann das Ziel. Laden dauert eine Kaffeepause lang.
Reichweitenangst ist beim E-Auto übertrieben und unsinnig.
300 realistische BAB-Km auf Langstrecke bei bis zu 130Km/h sind völlig ausreichend für meine Blase und dann fahre ich eben raus, stecke das BEV an. Wenn ich anschließend nach 10-20 Minuten vom Pullern und ev. einem Kaffee zurück komme, dann sind wieder mindestens 300 weitere Km in der Batterie.
Auch realistische 450Km am Stück ohne Laden sind bei einigen Modernen BEV im Winter gut möglich.
Wenn ich „realistisch“ schreibe, dann meine ich nicht die Herstellerangabe laut WLTP.
Bloch hat hierzu einen kleinen Youtube-Beitrag gepostet:
Klar kommt es immer auf die persönlichen Umstände und Gegebenheiten an. Damals war es der Spagat zwischen Diesel und Benzin. Heute Verbrenner und Elektro. Dinge ändern sich und Fortschritt findet statt, man sollte Schritt halten und sich ihm nicht aus unbegründeten Ängsten verschließen.
Wenn die Komfortzone zur Zeit noch der Verbrenner ist, dann ist das völlig ok. Doch behaltet auch die Alternativen im Blick.
Beim BEV muss man etwas mehr Planen, aber man betritt eine andere, neue Komfortzone, die nach etwas Eingewöhnung bestimmt auch nicht schlecht ist.
Für mich war es vor Jahren noch undenkbar kein eigenes Auto mehr zu habe, es mit meiner Frau zu teilen. Heute Lease ich bereits und morgen holen wir uns zusammen ein Auto.
Bei uns ist die Entscheidung auf ein BEV gefallen und wir haben uns inzwischen lange damit beschäftigt.
Erster Schritt wird bis Frühjahr 2027 die Anschaffung und Installation einer Wallbox sein, so dass ab Sommer 2027 alles für das BEV bereit steht, dass dahin angeschafft sein soll.
Bis Feb. 2028 fahren wir dann mit dem Corolla HB noch zweigleisig.
Danach ist Schluss mit 2 Autos im Haushalt und wir teilen uns das BEV.
Die zweigleisige Zeit gibt uns dann noch etwas Puffer um uns mit dem BEV intensiver zu befassen, bevor die Frau die Hälfte des Monats damit in die Arbeit fährt.
So könne wir etwas üben und vor allem wird sie dadurch nicht so ins kalte Wasser geschubst.
Ich fürchte nur, dass ich leider währen dieser Zeit überwiegend im Corolla enden werde. 😔