Beiträge von DIVA

    Laut meiner Werkstatt ist anscheinend auch der SOS Notruf an der Leeren Batterie schuld. Sucht ununterbrochen Verbindung, je schlechter diese ist, des do leerer die Batterie.

    Hallo Norbert,

    das E-Call-Modul benötigt auch im Stillstand Strom, um auf Notrufe reagieren zu können. Hierfür ist u.a. der Backup-Akku zuständig, der durch die normale 12V-Batterie geladen wird.


    Im normalen Fahrbetrieb ist die Dauerlast der 12V-Batterie durch das E-Call-Modul zwar gering, aber bei Hybrid-Fahrzeugen wird bei Kurzfahrten die 12V-Batterie evtl. nicht genug geladen, um den E-Call-Verbrauch auszugleichen. Insofern ein weiterer permanenter Stromverbraucher der 45-Ah-Serienbatterie die Energie raubt.


    Deshalb ist es für die Funktionssicherheit des E-Call-Moduls im Stand notwendig, dass eine ausreichend geladene 12V-Batterie den Backup-Akku stets einsatzbereit hält.

    Zum Thema Backup-Batterie des E-Call-Systems hier interessante Informationen:


    https://assets.adac.de/image/upload/v1753777935/ADAC-eV/KOR/Text/PDF/eCall-Herstellerumfrage-Batterien_qamlt0.pdf


    https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/unfall-schaden-panne/unfall/ecall/

    Wie bei so vielen Dingen gibt es auch für das sog. Lock- / Unlock-Beep (also dem Chirp-Ton beim Auf- und Abschließen) eine EU-Regelung, die sich auch in der deutschen Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) wiederfindet. Demnach ist nur eine optische Anzeige erlaubt. Insofern ist ein akustisches Signal für das Einschalten einer Alarmanlage und das Ver- und Aufschließen nicht erlaubt. Einschlägig ist hier wohl der § 38b StVZO, wo im Anhang auf die Richtlinie 74/61/EWG verwiesen wird.

    Wie schon in den vorhergegangenen Beiträgen beschrieben, wird in der "Navigationssystem Betriebsanleitung PZ49X-9AK35 05-2025) wird die Prozedur des Zurücksetzens sämtlicher Systemdaten auf Werkseinstellungen über das MMI beschrieben. Hierzu habe ich noch ein entsprechendes Video gefunden Zurücksetzen des MMI auf Werkseinstellungen .


    Brachialer als die im Handbuch beschriebene Methode ist die Systemzurücksetzung über das Abklemmen des Minuspols der 12-Volt-Batterie. Ist die Batterie für ca. 10 Minuten abgeklemmt, werden die im ECU gespeicherten Daten vollständig zurückgesetzt. Auch das Ziehen der IG2- 20 Ampere Sicherung (gem. Toyota-Rettungsdatenblatt für den CC) setzt wohl auch die im ECU gespeicherten Daten zurück.


    Toyota selbst empfiehlt vor dem Abklemmen der 12-V-Batteriepole einen Toyota-Vertragshändler bzw. eine Toyota-Vertragswerkstatt oder eine andere zuverlässige Werkstatt zu kontaktieren.


    Beim Systemreset ist zu bedenken, dass es dabei zum Verlust der personalisierbaren Fahrzeugfunktionen, persönlichen Einstellungen einschl. der Radio- und Navigationseinstellungen kommt. Es können auch evtl. Fehlercodes im System generiert werden. Ferner werden wichtige Sicherheitssysteme zurückgesetzt.


    Nach dem Wiederanschließen der 12-Volt-Batterie müssen ggf. die Systeme neu initialisiert werden. Da das System des CC nach eigener Erfahrung durchaus empfindlich reagiert, würde ich persönlich das ganze Prozedere der Systemrücksetzung doch lieber dem FTH überlassen!

    Ein Grund zum deaktivieren wäre z. B. ein großer, schwerer Hund auf der Rückbank, der 3 Plätze einnimmt,

    ...und außer "Bello" auf dem Rücksitz könnte es z.B. auch eine Person sein, die aus medizinischen Gründen von der Gurtpflicht befreit ist. Wer sich alles nicht anschnallen muss, hat zum Glück unser Gesetzgeber in der StVO geregelt ;) .

    Moin Juergen,

    gebe dir recht, dass man eigentlich nicht darüber diskutieren sollte, ob man ein Sicherheitsmechanismus ausstellen kann, aber die Frage war primär, ob es technisch geht! Man sollte aber bedenken, dass das Abschalten der Gurtwarner - auch für die Rücksitze - im öffentlichen Strassenverkehr rechtlich nicht zulässig ist. Hintergrund ist § 35a der StVO, denn die Anschallpflicht besteht auf allen Sitzen, die mit Sicherheitsgurten ausgestattet sind. Ein Deaktivieren kann als gefährlicher Eingriff in die Fahrzeugsicherheit gewertet werden und führt ggfs. bei Unfällen zum Verlust des Versicherungsschutzes!

    Wie schon geschrieben, lässt sich der akustische Warnton für die hinteren Gurtschlösser durch die Toyota-Diagnose-Software deaktivieren. Insofern sollte man den FTH oder eine entsprechende Werkstatt kontaktieren. Wer den einfacheren Weg gehen will, kann sich einen Gurtschloss-Dummy anlegen. Man sollte aber bedenken, dass ein Gurtschloss-Dummy im Gurtschloss zwar den Warnton ausschaltet, er verhindert aber auch die Nutzung des Sicherheitsgurtes.

    Das Gepiepse lässt sich m.E. per OBD2 Diagnose-Adapter und entsprechender Software für Toyota (Techstream) abstellen. Insofern sollte es der FTH auch können. Der optische Warnhinweis lässt sich allerdings nicht abstellen.