Moin Jürgen,
der Toyota Way ist ja von seinen japanischen Wurzeln her mit einer ausgeprägten Kundenorientierung geformt. Deshalb verstehe ich nach den von dir gemachten Erfahrungen deinen Frust und deine Verärgerung.
Auch ich habe bislang nur gute Erfahrungen mit der Marke gemacht, und immer die Engagements bei Kundenproblemen erlebt. Wenn es dann einmal ein Problem gab, wurde dieses Problem schnell und ohne unnötige Hürden angegangen. Infolgedessen waren meine Kundenzufriedenheit und Loyalität zur Marke schnell wiederhergestellt. Ansonsten wäre ich sicherlich nicht seit 1982 der Marke treu und verbunden geblieben.
Übrigens: Damals hieß es im Toyota-Slogan noch: „Nichts ist unmöglich!“, und so wurde es auch von beiden Seiten gelebt. Was ich inzwischen in der „neuen“ Praxiswelt erfahren habe, steht m.E. im Widerspruch zu Toyotas globalem Markengeist untergräbt das Vertrauen zwischen der Marke und den Kunden.
Heute lässt man Produkte nach dem Bananen-Prinzip beim Kunden reifen, was wohl allgemein branchenüblich und somit keine Toyota-Lex ist. Wenn dann aber seitens des Kunden konstruktive Erfahrungen eingebracht werden, sollte man nach meinen Kundenverständnis her, seitens des Herstellers auch proaktive Maßnahmen ergreifen, anstatt die Beweislast z.B. bei technischen Problemen auf den Kunden zu verlagern.
Kundenfeedbacks zu unerklärlichen Dingen, die offiziell nie passieren oder vielleicht eines der Dinge zwischen Himmel und Erde, die keiner erklären kann oder will, gehören auch dazu! Aber solche Kundenerfahrungen (wie z.B. das unerklärliche Phänomen der metallischen Geräusche beim Lenken bzw. Bremsen), als ad absurdum zu führen und die Kunden seitens des Herstellers im Regen stehenzulassen, geht gar nicht und ist nicht akzeptabel.
Aber wie sagt man so schön "Die Hoffnung stirbt zuletzt" und vielleicht liest doch jemand aus der Zentrale in Köln unsere Diskussionen hier im Forum mit und versteht, dass Kundenloyalität, Kundenzufriedenheit, Kundenbindung, Kundenfeedback und Kundenerfahrungen ein wertvolles Gut ist.